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Dienstag, 3. Oktober 2017

Die Drachen sind los!

Ein Blick nach oben und man staunt: Am Himmel von Sanur sind jede Menge Drachen unterwegs! Egal ob am Strand oder in den engsten Gassen: Überall stehen Jungs und Männer und lassen gemeinsam ihre Drachen steigen. Ein Spektakel in grün und rot und blau, zum Teil riesig, die meisten in Form von Fischen oder Vögeln, zwischendurch kann auch mal ein Monstertruck dabei sein.




Was hat es damit auf sich?

Die Drachen sind mehr als Spielzeuge, mehr als ein Zeitvertreib, sie sind Stellvertreter der Götter und Glücksbringer. Drachenfliegen ist auf Bali Lebensphilosophie, Weltanschauung, spirituelle Handlung. Wenn Götter, Menschen und Natur in Harmonie sind, tanzen die Drachen am schönsten im Wind. 

Wie entstand die Kunst des Drachenfliegens?

Die einen erzählen die Geschichte von einer wunderschönen Sandfrau, die ein Junge am Strand gemalt hatte. Sie wurde lebendig, nahm den Jungen an der Hand und flog mit ihm in den Himmel. Wird das Drachensteigen deshalb auf Bali hauptsächlich vom männlichen Geschlecht ausgeübt?

Andere meinen, dass der vedische Gott Indra, Gott des Krieges und des Wetters, sich mit Drachensteigen die Zeit vertrieb und alles damit begann, dass er einigen Hirtenjungen diese Kunst beibrachte.

Ein toller und informativer Artikel über das Drachenbauen und -fliegen findet ihr, wenn ihr diesem Link folgt.

Alljährlich findet am Pandang Galak Beach nördlich von Sanur ein Kite-Festival statt. Die Teilnehmer kommen aus mehr als 1000 balinesischen Dörfern und 10 bis 20 Männer sind nötig, um einen der riesigen Drachen steigen zu lassen. Der farbenfrohe Wettbewerb wird untermalt von Gamelan-Musik, die auch bereits den Bau des Drachens begleitete. Wer im Juli oder August auf Bali Urlaub macht, sollte sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen.

Das Nachwuchs-Team übt schon.




Donnerstag, 28. September 2017

Die Papa Pizza Episode

Es war unser zweiter Versuch, in diesem kleinen, etwas versteckt gelegenen Warung eine Pizza zu verzehren.

Beim ersten Mal waren die Pizzen, als wir so gegen 19:30 Uhr ankamen, schon alle ... Der Besitzer (Papa?) meinte nur: "So sorry, please come again."

Da Papa Pizza sehr gute Bewertungen aufzuweisen hat (genauso gute wie das "Village", bei dem die Pizza wirklich ausgezeichnet schmeckt), ließen wir uns von diesem offensichtlichen Mangel an Planung aber nicht abschrecken.

Beim zweiten Anlauf dann wurden wir wieder weggeschickt: Alle Tische waren besetzt, die voraussichtliche Wartezeit betrug laut Kellner eine Stunde. Zum einen kann man im Papa Pizza nicht an der Bar auf einen freien Tisch warten (es gibt dort keine Bar), zum anderen machte unser Magen das nicht mit (wir waren sehr hungrig, wir hatten nur gefrühstückt).


Also gingen wir wieder ... und liefen vor der Tür dem Besitzer in die Arme. Ich weiß nicht, ob er uns erkannt hatte, aber er meinte sofort: "So sorry, let me do something for you." Er nahm uns quasi am Händchen und führte uns in einen Hinterhof, wo er auf ein Podest zeigte: "Is this okay. I can put a table for you."

Chang und ich schauten uns an und nickten. Sofort brachte er einen Holztisch aus einer Ecke, baute diesen auf dem Podest auf ("Sorry, sorry."), besorgte noch eine Bank und einen Stuhl von irgendwo ("Sorry, sorry."), und dann noch eine Tischdecke und eine Kerze. ("Sorry, sorry.")

Voilá! Candlelight Dinner im Separée 😏


Es war wirklich unglaublich!


Nachdem wir die Bestellung aufgegeben hatten, kamen die Pizzen auch relativ zügig auf den Tisch. Aber: Geschmacklich waren sie alles andere als überzeugend 😒 Der Teig kam wahrscheinlich aus der Tiefkühltruhe irgendeines Supermarktes, statt Tomatensoße wurde Ketchup verwendet und der Belag schmeckte fade.

Trotz der Freundlichkeit des Besitzers und der so speziellen Erfahrung werden wir wohl kein zweites Mal zu Papa Pizza gehen.

Wir haben für zwei Pizzen (von der teuren Sorte, da mit Salami bzw. Peperoni), 2 Bier, 2 Wein und 2 Soda 370.000 IDR gezahlt.

Eine Übersicht aller Restaurants, die wir in Sanur besucht haben, findet ihr hier.


Mittwoch, 27. September 2017

Mt. Agung - Wird er ausbrechen?

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Updates findet ihr in den Kommentaren.
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In der Presse und vielen Reiseforen wird derzeit über den Mt. Agung geschrieben. Deshalb komme ich wohl nicht umhin, dieses Thema auch in meinem Blog anzusprechen (obwohl ich das eigentlich nicht wollte).

Der heilige Berg Balis, der Sitz der Götter, ist seit August äußerst aktiv, vor 10 Tagen ist die Warnstufe von III auf IV erhöht worden, vor ein paar Tagen wurde mit der Evakuierung der Menschen im Gefahrengebiet begonnen.


Mittlerweile sind 70.000 Personen evakuiert worden, gestern war der Präsident vor Ort, um sich eine Bild der Lage zu verschaffen und mit den Betroffenen und den Helfern zu sprechen.

Die Leute sind relativ ruhig, um den Vulkan herum werden allerdings ständig Zeremonien abgehalten, um die Götter zu beschwichtigen.

Ob der Vulkan ausbricht, ist nach wie vor fraglich. Einige meinen bereits, dass die größte Gefahr vorüber sei, aber das ist alles spekulativ. Niemand kann im Moment sagen, ob oder wann der Vulkan ausbrechen wird.

Es ist natürlich sehr schlimm und sehr traurig, dass die Leute gezwungen sind, ihre Häuser (und die Asche ihrer Ahnen) zu verlassen und im Ungewissen auszuharren. Die Situation in den provisorischen Unterkünften ist auch alles andere als rosig.

Es gibt, organisiert von einer Australierin, die auf Bali lebt und vor Ort alles in ihrer Macht stehende tut, eine Seite, auf der man spenden kann. Hier der Link zu dieser Seite. 

Ich selber bin noch die nächsten 2 Wochen in Sanur, also nicht im Gefahrenbereich. Habe aber, wie die Leute vom Katastrophenschutz geraten haben, genug Trinkwasser und Bargeld für 72 Stunden gehortet, denn falls es zur Eruption kommt, kann es vorübergehend zu Engpässen (bedingt u.a. durch Stromausfälle) kommen.

Allgemein wird darum gebeten, nicht in Panik zu verfallen. Flüge gehen planmäßig und weder Fluggesellschaften noch Reiseveranstalter zahlen bislang für Umbuchungen oder Rücktritte (es gibt wenige Ausnahmen für Australier, die eine entsprechende Police abgeschlossen haben, die vor der Erhöhung der Warnstufe auf IV datiert).

Außerdem ist alles in die Wege geleitet für einen Notfall-Flugplan ab und nach Lombok mit entsprechenden Fähr-Verbindungen nach Bali. Wollen wir hoffen, dass eine Umsetzung nicht nötig werden wird und falls doch, dass sie funktioniert ...


PS: Mt. Agung ist zuletzt 1963 ausgebrochen und es dauerte ein Jahr lang, bis dass er sich wieder beruhigte. Damals kamen fast 1500 Menschen ums Leben.




Dienstag, 26. September 2017

Nachtmarkt in Sanur

In einem Forum wurde der Nachtmarkt von Sanur, der täglich stattfindet, hoch gelobt. Insbesondere die Essensstände bzw. das Street Food, hieß es, seien toll. Also beschlossen wir, uns dieses Schauspiel einmal anzuschauen.

Einmal Karussell fahren: 5000 Rupien


Fazit:

Ganz nett, aber bestimmt kein Muss. Das Warenangebot ist überschaubar und auch die angebotenen Speisen machten uns nicht den Mund wässrig.





Wir aßen unsere Saté-Spießchen dann lieber gleich um die Ecke bei Mama Saté. 😋


PS: Die Stände werden jeden Abend an der Kreuzung der Jl. Danau Tamblingan mit der Jl. Danau Toba aufgebaut.

Montag, 25. September 2017

Mama Saté - lecker!

Eigentlich wollten wir ja auf dem Nachtmarkt essen, denn in einigen Foren hatte ich sehr viel Gutes über das dortige Street Food gelesen. Aber unser Besuch auf selbigem war nicht unbedingt ein Highlight unseres Sanur-Aufenthaltes. Er ist zwar ganz nett, aber bestimmt kein Muss.

Unterwegs waren wir an einem kleinen Restaurant direkt an der Straße und in unmittelbarer Nähe vom Nachtmarkt vorbeigekommen: Mama Saté.

Blick von der Straße
Blick zur Decke 😏
Dorthin gingen wir dann die paar Schritte und wurden nicht enttäuscht. Der Service ist zwar etwas überfordert, aber die Saté-Spießchen waren ordentlich. Die Dekoration im Mama Saté ist urig, an einer Wand hängen alte Werbeschilder und an der anderen alte Uhren.

Offene Küche
Yummy!
Außer Bier gibt es hier keinen Alkohol, sodass ich ein "All Citrus"-Soda bestellte, das frisch zubereitet wurde.

Wir zahlten 207.000 IDR für 2 Portionen Saté incl. einem Bier für Chang und meinem Soda.

Eine Übersicht aller Restaurants, die wir in Sanur besucht haben, findet ihr hier.