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Sonntag, 30. September 2018

Bali 2018 - Zusammenfassung

Wie im Vorjahr haben wir wieder einen Monat auf Bali verbracht, dieses Mal haben wir auch einiges unternommen.


Wir fuhren für 2 Tage nach Ubud. Dort waren wir nach 5 Jahren wieder einmal im Affenwald unterwegs.


Auf dem Weg nach Ubud haben wir die Tegalalang-Reisterassen und den Tegenungan-Wasserfall besucht.


Und zum Schluss unseres Aufenthaltes haben wir eine Tagestour nach Bukit gemacht, wo wir uns Nusa Dua, den Pandawa-Strand und den Uluwatu-Tempel anschauten.


Wenn alles nach Plan läuft, werden wir auch im nächsten Jahr wieder Zeit auf Bali verbringen, denn die Lebenshaltungskosten entsprechen denen in Thailand und im Sommer, wenn in Thailand Regenzeit herrscht, ist das Wetter dort erheblich besser!


Montag, 10. September 2018

Die Affen sind los - Im Monkey Forest bei Ubud

Bei unserem Aufenthalt in Ubud wohnten wir in der Jalan Monkey Forest und hatten nur ein paar Schritte zu laufen, um in den berühmten Affenwald zu gelangen. Zwar waren wir bereits vor 5 Jahren auf unserer Bali-Rundreise dort, aber der kleine Naturpark ist so schön, deshalb wollten wir noch einmal hin.


Der Eintritt kostet 50.000 IDR pro Person. In den Informationsbroschüren, die am Kassenhäuschen in mehreren Sprachen ausliegen, und auf der Website des Parks steht noch, dass man die Affen (mit Bananen) füttern und mit ihnen "interagieren" darf. Letzteres ist mittlerweile verboten und es gab auch keinen Verkaufsstand für Bananen mehr.


Der Affenwald gehört den Bewohnern des Dorfes Padangtegal, ihnen ist er heilig. Die drei Tempel, die sich im Wald befinden, symbolisieren das Tri Hita Karana, das Bemühen um "Ausgewogenheit der drei Wege": religiöse, traditionelle und Aspekte der Natur sollen mit den Bedürfnissen der Menschen in Einklang sein. Die hier lebenden Affen sind Langschwanz-Makaken.

Fast wie im Dschungel ...
Wir betraten den Wald durch Tor 2, so kamen wir nach wenigen Metern zu der Treppe, die nach unten zum Tempel der Heiligen Quelle (Pura Beji) führt. Der Tempel ist für Touristen nicht mehr zugänglich, vor 5 Jahren konnte ich hier noch beten und eine Opfergabe darbringen.



Danach nahmen wir den Pfad aus Holzplanken zum Haupttempel, dem Pura Dalem Agung Padangtegal. Und da passierte es: Einer der älteren Affen kam zähnefletschend auf mich zugerannt. Ich schwöre, ich hatte mich nicht im geringsten falsch verhalten. Ich stand bewegungslos da und blickte stur nach unten. Der Affe packte den Saum meines Kleides, legte die Pfote auf meinen Schuh und wandte sich dann von mir ab, um einen anderen Touristen zu verscheuchen, der den Stein, mit dem der Affe zuvor gespielt hatte, an sich genommen hatte. Der Affe gab erst Ruhe, als der Tourist den Stein wegwarf. Sofort griff er sich wieder sein "Spielzeug".


Wir nahmen lieber einen anderen Weg, um zum Pura Dalem Agung Padangtegal zu gelangen ...


Über die Ballustrade hinweg fotografiert ...
Auch in diesem Tempel haben Touristen mittlerweile keinen Zutritt mehr. Während wir uns im Vorhof des Tempels umschauten, kam schon wieder einer der Affen auf mich zugerannt. Auch er griff nach dem Saum meines Kleides, zerrte daran und ließ dann von mir ab. Ob die Farbe meines Kleides (weiß) die Affen irgendwie störte? Eigentlich kann ich mir das kaum vorstellen ... Auf alle Fälle fand ich es nach diesen beiden Vorfällen schon sehr mutig, als einige der Touristen sich für ein Erinnerungsfoto ganz dicht zu den fressenden Affen setzten.

Ganz schön mutig ...
Ein anderer Tourist versuchte, einem Affen die Süßkartoffel wegzunehmen. Dafür bekam er einen ziemlich häßlichen Kratzer am Arm von dem aufgebrachten Tier verpasst. Lektion gelernt? Ein Mitarbeiter des Parks brachte den Touristen zur Krankenstation.

Zum Schluss liefen wir noch in Richtung des dritten Tempels, dem Pura Prajapati. Hier liegt auch der Friedhof, der bei unserem diesjährigen Besuch allerdings leer war, denn Ende August hatte die Verbrennung der dort beerdigten Toten stattgefunden. Diese Zeremonie wird alle 5 Jahre abgehalten. (Unser Besuch vor 5 Jahren fiel in den Juni, da standen überall Grabsteine.)

Dieses Foto ist vor fünf Jahren entstanden.
Bevor wir zurück ins Hotel gingen, schauten wir uns noch die Souvenirläden an und gönnten uns einen Milkshake in einem der nahegelegenen Cafés.


Fazit: Trotz der Aufregungen, die die "Affen-Attacken" auf mich (und den anderen Touristen) mit sich brachten, war es ein schöner Nachmittag.



Freitag, 7. September 2018

Ubud - statt traditionelles Handwerk massenhafter Kitsch

Wir hatten uns für unseren 2-Tages-Ausflug nach Ubud für einen privaten Fahrer entschieden, der uns von unserer Unterkunft in Sanur abholte. Auf dem Weg nach Ubud haben wir am Tegenungan Wasserfall gehalten und sind anschließend noch den kleinen Umweg zu den Reisterrassen in Tegalalang gefahren. (Mehr darüber demnächst) Insgesamt waren wir mehr als 4 Stunden unterwegs und zahlten dafür 400.000 IDR.

Ubud ist dafür berühmt, dass es in der Nähe sehr viele kleine Dörfer gibt, die sich seit Generationen auf unterschiedlichste Kunsthandwerksprodukte spezialisiert haben. Unterwegs kamen wir an zahlreichen "handwerklichen" Betrieben vorbei, und noch an sehr viel mehr Souvenirläden, die sich ebenfalls mehr oder weniger auf unterschiedlichste Produkte spezialisiert haben: Vom Traumfänger in jeder erdenklichen Ausführung und Größe über Indianer-Federschmuck bis hin zu Christbaumschmuck aus Blech und Keramik, Gartenzwergen in Neonfarben und obskuren Glasobjekten, der interessierte Käufer wird fündig.



Dazwischen dann die Handwerkskunst: Holzschnitzereien, Steinmetzarbeiten, Figuren aus Flechtwerk, Öl- und Aquarellgemälde mit Vulkanen, Blumenwiesen, Schmetterlingen, Reisfeldern und abstrakten Motiven, nicht zu vergessen jede Menge fabrikartige Läden, die (Silber-)Schmuck oder Kupfergegenstände verkaufen oder Batikkleidung oder Häkeldecken oder oder oder

Ein Blick auf die Karte verrät übrigens, dass die für ihre Handwerkskunst bekannten Dörfer nicht in der Nähe von Ubud liegen, sondern sich auf dem Weg von Denpasar nach Ubud befinden. (von Süden nach Norden: Batubulan = Steinmetzarbeiten, Celuk = Silber, Sukawati = Schirme und Wayang-Kuli-Puppen, Batuan = Malerei, Kemenuh und Mas = Holzschnitzereien). Einzig das Dörfchen Mas liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft von Ubud. Wobei: Bei der Größe von Bali kann man natürlich argumentieren, dass mehr oder weniger alles voneinander in der Nähe liegt, allerdings relativiert sich auch das wieder, wenn man in Betracht zieht, dass man bei dichtem Verkehr ca. 20 Minuten für eine Strecke von 5 km braucht ...

Natürlich gibt es auf Bali auch traditionelle Handwerkskunst, aber eher nicht in Ubud, es sei denn, man besucht ein Museum oder eine der exklusiven Galerien. Auch der sog. Ubud Art Market ist nichts weiter als eine Aneinanderreihung von Buden, die alle die gleichen Souvenirs im Angebot haben.


Wir waren zuletzt vor 5 Jahren auf unserer Bali-Rundreise in Ubud und seither hat sich einiges geändert - und nicht zum Guten! Dieses Mal wohnen wir in der Nähe vom Monkey Forest und es sieht so aus, als ob Straße und Bürgersteige erneuert würden. Es finden zwar keine sichtbaren Bauarbeiten statt, aber auf jeden Fall ist die (immer noch sehr schmale) Fahrbahn frisch geteert, die Bürgersteige kann man allerdings nicht benutzen, denn es gilt, alle paar Meter offene Kanalschächte zu umrunden (ca. 1,5 m tief und 1 x 1 m im Durchmesser), die als Fallgruben und Abfalleimer dienen. Außerdem liegen haufenweise Steine sowie Sand- und Schuttberge auf den Bürgersteigen. Da hilft nichts: Es geht nur weiter auf der Straße. Bei dem herrschenden Verkehr und den überall geparkten Mopeds und Autos eine abenteuerliche Angelegenheit ...


Mystische Atmosphäre, die Künstler aus aller Welt inspiriert? In Ubud?? Wo denn, bitteschön? In einem der in und um Ubud inflationär entstandenen Yoga-Retreats ab 260 Euro (nach oben offen) pro Nacht und Person? Falls es hier ein Mysterium gibt, dann in Bezug auf Preis-Leistungsverhältnis ...

Massagen und sonstige Spa-Anwendungen finden sich in Ubud an jeder Ecke, aber das ist auch in jedem anderen Ort auf Bali der Fall. Zur Qualität will ich mich nicht äußern, aber die Preise sind alles andere als günstig. Ubud ist voll und laut und teuer. Für die Dose Coke light zahlen wir hier im Supermarkt 11.000 IDR, in Sanur kostet sie nur 6.500 IDR! Ähnlich verhält es sich auch mit den Zimmerpreisen der zahlreichen Homestays, Guesthouses, Hotels, Resorts, Villen, ...

Die einheimische Bevölkerung hat auch begonnen, sich bzw. ihr Erbe, vor den Massen an Touristen zu schützen. Die noch von den Gemeinden genutzten Tempel sind nur noch für diese zugängig. Touristen haben keinen Zutritt (so gesehen, Stand: September 2018: Pura Dalem Agung Padangtegal = Tempel im Monkey Forest, Pura Taman Sawaswati = Tempel am Café Lotus, der Pura Saren Agung = Königspalast war wegen Renovierung geschlossen). In Ubud haben wir den Monkey Forest (Mandala Suci Wenara Wana) besucht. Darüber habe ich hier berichtet. Außerdem sind wir durch das Städtchen geschlendert und haben ein leckeres Steak in einem argentinischen Steakhaus, dem Batubara, gegessen und auch einen guten Inder entdeckt: das Ganesha Ek Sanskriti.

Fazit: Ubud zehrt von seiner Vergangenheit als künstlerisches Zentrum, aber der Höhepunkt dieser Ära liegt so ca. 50 Jahre zurück. Wer Trubel und kunterbuntes Treiben, westliches Essen und jeden Tag abendliches Programm sucht, egal ob traditionelle Tanzaufführungen oder Club, ist in Ubud richtig. Aber in jedem anderen Touristenzentrum auf der Insel wird man das mehr oder weniger gleiche Angebot zu günstigeren Preisen und näher am Meer finden!

PS: Am Tag unserer Abreise hatte sich auf den Bürgersteigen etwas getan: Die meisten Kanalöffnungen waren mit neuen (?) Deckeln verschlossen ...




Pura Taman Saraswati

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Pura Taman Saraswati

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Pura Taman Saraswati

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