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Dienstag, 1. August 2023

Ausflug zu den Schmetterlingen und den Reisterrassen in Jatiluwih (2)

Nach unsem Besuch auf der Schmetterlingsfarm ging es weiter zu den Reisterrassen in Jatiluwih. 

In Bali wird Reis seit über 2000 Jahren in mühevoller Handarbeit angebaut, und die Reisterrassen und -felder der Insel sind in ihren unterschiedlichen Grüntönen wunderschön anzusehen.

Die Balinesen bezeichnen die Reisterrassen auch als "grüne Himmelsleitern der Götter". 

Reis wird als Gabe der Götter betrachtet und das Subak-System, das die durch die Dorfbewohner gemeinsam demokratisch geregelte Bewässerung der Reisfelder bestimmt, ist Teil der Tempelkultur. Es wurde 2012 zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt, denn es verkörpert die Tri Hita Karana-Philosophie, das harmonische Zusammenspiel der Welt der Götter, der Menschen und der Natur. Die landwirtschaftliche Kollektive, die je nach Anbaugebiet aus 50 bis 400 Reisbauern besteht, achtet darauf, dass religiöse, traditionelle und Aspekte der Umwelt mit den Bedürfnissen der Menschen in Einklang sind. 

Die Subak wacht über die sinnvolle und gerechte Zuteilung des Wassers, die über ein ausgeklügeltes System aus kunstvoll angelegten Wasserkanälen und Schleusen funktioniert, und regelt Neubau- und Unterhaltsmaßnahmen des Kanalsystems. Es gibt 3 bis 4 Ernten im Jahr und auf einem Reisfeld können sich gleichzeitig Pflanzen in den unterschiedlichsten Stadien des Reifungsprozesses befinden.

In Jatiluwah beträgt (Stand Juli 2023) der Eintrittspreis zu den Reisterrassen 40.000 IDR pP, es kommen noch 5.000 IDR für das Parken hinzu, wobei es keine ausgewiesenen Parkplätze gibt, außer welche, die zu Unterkünften oder Restaurants gehören, unser Fahrer suchte sich einfach einen Platz am Straßenrand.


Im Hintergrund ist der wolkenverhangene Gunung Batukaru zu sehen,
ein inaktiver Vulkan. Er ist mit 2.276 m der zweithöchste Berg Balis.

Es gibt sechs Trekkingpfade, der kürzeste ist 1,5 km, der längste für Fußgänger 3,1 km, der sechste Pfad ist für Fahrradfahrer, dieser ist 5,5 km lang. Fahrräder und E-Bikes kann man sich übrigens vor Ort ausleihen. Wir entschieden uns für den kürzesten Pfad und brauchten ca. 40 Minuten. Großteils sind die Pfade gepflastert oder betoniert, teilweise muss man auch Stufen hoch- und runtersteigen.

Je nachdem für welchen der Pfade man sich entscheidet, kommt man unterwegs an einigen kleinen Tempeln vorbei, es gibt eine Menge kleiner Ställe und auf der von uns gewählten Strecke passierten wir zwei Cafés und mehrere Verkaufsstände für Knabbersachen und Getränke.

Die Anzahl der Touristen, die während unseres Besuchs in den Feldern unterwegs waren, war überschaubar. Das Areal ist mit seinen insgesamt 600 ha halt sehr groß, sodass man nicht so schnell das Gefühl bekommt, es sei überlaufen. Von diesen 600 ha sind 300 ha als Reisfelder durch die Regierung geschützt worden, 100 ha außerhalb dieser geschützten Zone dürfen für den Tourismus erschlossen werden, d.h. mit Hotels, Restaurants und Souvenirläden bebaut werden, die restliche Fläche wird für Plantagen genutzt.

Die Felder werden bewirtschaftet (anders als in Tegalalang, dort ist das Ganze nur noch eine Show für die Touristenhorden) und laut unserem Fahrer, verdienen die Reisbauern gutes Geld damit.

Reisanbau ist harte Arbeit.


Der Dünger für die Felder wird mitten drin produziert.

Nach unserem Spaziergang kehrten wir noch in einem der entlang der Hauptstraße gelegenen Restaurants ein, es gab balinesisches Hühnchen mit Reis und Cap Cay mit Huhn sowie 2 Cokes für insges. 143.000 IDR. Danach machten wir uns auf den Heimweg.

Kurz nach 17 Uhr waren wir wieder in unserer Unterkunft. Für die Tour zahlten wir 800.000 IDR. Den schönen, abwechslungsreichen Tag ließen wir mit einem Abendessen am Strand ausklingen.

PS:
Immer mehr Reisfelder auf Bali müssen für neue Hotelbauten Platz machen, längst schon ist die Insel in Sachen Reis nicht mehr Selbstversorger, er muss aus dem Ausland (Thailand und China) zugekauft werden. Der Tourismus gehört nun mal zu den Haupteinnahmequellen der Insel und die ehemaligen Reisbauern finden, wenn sie Glück (?) haben, neue Arbeit in einem der neuen Hotels.

PPS:
Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass auch ich ein Tourist bin und damit Teil des Problems.

 

Sonntag, 30. September 2018

Bali 2018 - Zusammenfassung

Wie im Vorjahr haben wir wieder einen Monat auf Bali verbracht, dieses Mal haben wir auch einiges unternommen.


Wir fuhren für 2 Tage nach Ubud. Dort waren wir nach 5 Jahren wieder einmal im Affenwald unterwegs.


Auf dem Weg nach Ubud haben wir die Tegalalang-Reisterassen und den Tegenungan-Wasserfall besucht.


Und zum Schluss unseres Aufenthaltes haben wir eine Tagestour nach Bukit gemacht, wo wir uns Nusa Dua, den Pandawa-Strand und den Uluwatu-Tempel anschauten.


Wenn alles nach Plan läuft, werden wir auch im nächsten Jahr wieder Zeit auf Bali verbringen, denn die Lebenshaltungskosten entsprechen denen in Thailand und im Sommer, wenn in Thailand Regenzeit herrscht, ist das Wetter dort erheblich besser!


Sonntag, 9. September 2018

Tegalalang: Reisterrassen bei Ubud

Wie berichtet, sind wir auf dem Weg nach Ubud zum Tegenungan-Wasserfall und zu den Tegalalang-Reisterrassen gefahren.

In Bali wird Reis seit über 2000 Jahren in mühevoller Handarbeit angebaut, und die Reisterrassen und -felder der Insel sind in ihren unterschiedlichen Grüntönen wunderschön anzusehen.



Reis wird als Gabe der Götter betrachtet und das Subak-System, das die durch die Dorfbewohner gemeinsam demokratisch geregelte Bewässerung der Reisfelder bestimmt, ist Teil der Tempelkultur. Es wurde 2012 zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt, denn es verkörpert die Tri Hita Karana-Philosophie, das harmonische Zusammenspiel der Welt der Götter, der Menschen und der Natur. Die landwirtschaftliche Kollektive, die je nach Anbaugebiet aus 50 bis 400 Reisbauern besteht, achtet darauf, dass religiöse, traditionelle und Aspekte der Umwelt mit den Bedürfnissen der Menschen in Einklang sind. Die Subak wacht über die sinnvolle und gerechte Zuteilung des Wassers, die über ein ausgeklügeltes System aus kunstvoll angelegten Wasserkanälen und Schleusen funktioniert, und regelt Neubau- und Unterhaltsmaßnahmen des Kanalsystems. Es gibt 3 bis 4 Ernten im Jahr und auf einem Reisfeld können sich gleichzeitig Pflanzen in den unterschiedlichsten Stadien des Reifungsprozesses befinden.

Die Balinesen bezeichnen die Reisterrassen auch als "grüne Himmelsleitern der Götter".


Die Götter haben sich allerdings aus Tegalalang verabschiedet, seit die Touristen dort in Horden einfallen. Bis auf zwei: den Gott des Geldes und den des Konsums. Am Ortseingang gibt es Parkplätze und ein Kassenhäuschen. Der Eintritt kostet 10.000 IDR. Rechts und links der Straße, die an den Terrassen vorbei führt, gibt es jede Menge Souvenirläden, die alle das gleiche Sortiment im Angebot haben, und Restaurants. Von den Restaurants aus starten die Treppen nach unten, die belagert werden von Kindern, die ziemlich aufdringlich versuchen, Postkartenhefte zu verkaufen.

Durch die Felder führt ein "Trekking"-Pfad, der gleich 2 Riesenschaukeln zu bieten hat, die von johlenden Touristen auch fleißig benutzt werden. Hinzu kommt ein "Vogelnest" als Kulisse für ein Foto und an manchen Tage bietet sich auch die Gelegenheit, gegen eine Spende von einem Reisbauern eine Sichel und Tragekörbe auszuleihen, damit das Erinnerungsfoto noch origineller wird. Unterwegs werden dann noch 2 x kleine Geldbeträge als eine Art Wegezoll eingefordert.

Nach unserem Spaziergang haben wir in einem der Restaurants an der Straße 2 Dosen Coke und eine Portion Saté bestellt, Kostenpunkt: 120.000 IDR.


Eine schönere Alternative zu Tegalalang, weil weniger überlaufen, da schwerer zu erreichen, sollen die Reisterrassen in Jatiluwih sein, diese kenne ich allerdings nicht aus eigener Erfahrung. Das dortige Subak-System gehört übrigens zu dem von der Unesco ausgezeichneten.

Immer mehr Reisfelder auf Bali müssen für neue Hotelbauten Platz machen, längst schon ist die Insel in Sachen Reis nicht mehr Selbstversorger, er muss aus dem Ausland (Thailand und China) zugekauft werden. Der Tourismus gehört nun mal zu den Haupteinnahmequellen der Insel und die ehemaligen Reisbauern finden, wenn sie Glück (?) haben, neue Arbeit in einem der neuen Hotels.

PS: Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass auch ich ein Tourist bin und damit Teil des Problems.




Samstag, 8. September 2018

Touristenattraktion: Tegenungan-Wasserfall

Wie berichtet, sind wir auf dem Weg nach Ubud zum Tegenungan-Wasserfall und zu den Tegalalang-Reisterrassen gefahren. (Die Links führen zu meinen Blog-Einträgen.)

Hier meine Eindrücke zum Wasserfall:


Der Wasserfall liegt in der Nähe des Bali Bird Parks und unterwegs finden sich zahlreiche Hinweisschilder, sodass man den Wasserfall wirklich nicht verpassen kann. Gleich bei der Ankunft ist alles bestens organisiert: Auf dem Parkplatz wird man von eifrigen Mitarbeitern in eine Parklücke eingewiesen, um dann zum Kassenhäuschen eskortiert zu werden. Pro Person zahlt  man 15.000 IDR Eintritt. Wenn man mit einem Mietwagen da ist, kommen 5.000 IDR fürs Parken dazu. (Stand: September 2018).



Rechts und links der Straße, die zur Treppe führt, gibt es jede Menge kleine Restaurants und Souvenirläden, kostenpflichtige Toilettenanlagen und Duschmöglichkeiten, denn am Wasserfall gibt es ein Badebecken und wenn man sich das zweifelhafte Vergnügen eines Bades dort gönnt, will man hinterher garantiert duschen: Das Wasser macht nicht unbedingt einen sauberen Eindruck.

Wenn man die Treppe runtergeht, gibt es auf unterschiedlichen Absätzen noch jede Menge Gelegenheiten zu essen, zu trinken, Souvenirs zu erwerben oder die Toilette aufzusuchen. Oder: Fotos zu machen! Der erste Foto-Spot wartet mit einem geflochtenen Herzen auf, das als Umrahmung für den oder die Abgelichteten dient, natürlich mit dem Wasserfall im Hintergrund. Foto-Spot Nummer 2 ist eine Art Bank, die als Vogelnest ausstaffiert ist, man nimmt Platz und wieder hat man ein "tolles" Foto mit dem Wasserfall als Hintergrund.

Weiter geht es nach unten. Die Treppe ist übrigens abwärts gut zu bewältigen, auch ohne solides Schuhwerk kann man sich getrost auf den Weg machen, aufwärts allerdings kamen wir dann doch etwas ins Schnaufen 😉


Unterwegs kommt man noch an einem kleineren Wasserfall vorbei.

Achtung: Der Weg ist schlüpfrig.
Am Fuß der Treppe kann man links oder rechts gehen, um den Wasserfall zu erreichen. Wer sich für den rechten Weg entscheidet, der auch zu einer kleinen Tempelanlage führt, muss nochmals eine geringe Gebühr zahlen.

Am Wasserfall gibt es übrigens auch eine Umkleidekabine. Und eine Schaukel! Bali Swings sind mittlerweile auf der ganzen Insel verbreitet und finden offensichtlich bei vielen Touristen großen Anklang.




Fazit: Der Tegenungan-Wasserfall ist ganz nett, aber wird gnadenlos vermarktet. Er ist leicht zu erreichen und hat deshalb gegenüber anderen Wasserfällen auf Bali einen entscheidenden Nachteil: Es ist voll vor Ort!